JUBILAUM
DSGVO und Data Act
10.7.2026.
Mehr Datennutzung oder Datenschutz? Warum Unternehmen beide Anforderungen unter einen Hut bringen müssen, erfahren Sie in diesem Blog.

Mehr Datennutzung oder Datenschutz? Warum Unternehmen beide Anforderungen unter einen Hut bringen müssen, erfahren Sie in diesem Blog.

Mit dem Data Act verfolgt die EU ein klares Ziel: Daten sollen besser genutzt und einfacher geteilt werden können. Gleichzeitig gilt weiterhin die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), deren Zweck es ist, personenbezogene Daten zu schützen. Für Unternehmen entsteht dadurch eine neue Herausforderung: Während die DSGVO den Umgang mit Daten einschränkt, fördert der Data Act deren Verfügbarkeit und Nutzung.

 

Unterschiedliche Ziele

Die DSGVO schützt die Privatsphäre von Personen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass personenbezogene Daten nur rechtmässig verarbeitet werden. Der Data Act verfolgt hingegen einen wirtschaftlichen Ansatz. Nutzer:innen von vernetzten Geräten und digitalen Diensten sollen einfacher auf die durch sie erzeugten Daten zugreifen und diese mit anderen Anbietern teilen können.

 

Kurz gesagt:

· DSGVO: Personenbezogene Daten schützen

· Data Act: Zugang und Nutzung von Daten fördern

 

Die Zwickmühle für Unternehmen

In der Praxis lassen sich personenbezogene und technische Daten oft nicht sauber voneinander trennen. Ein modernes Fahrzeug, eine Produktionsmaschine oder ein IoT-Gerät erzeugt laufend Daten. Manche davon sind rein technisch, andere können Rückschlüsse auf Personen zulassen. Unternehmen stehen deshalb vor einer schwierigen Aufgabe: Einerseits müssen sie gemäss Data Act Daten zugänglich machen, andererseits dürfen sie dabei die Vorgaben der DSGVO nicht verletzen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr nur: «Dürfen wir Daten nutzen?», sondern auch: «Welche Daten dürfen wir weitergeben und unter welchen Bedingungen?».

 

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Der Data Act ersetzt die DSGVO nicht; beide Regelwerke müssen gemeinsam betrachtet werden. Unternehmen sollten deshalb prüfen:

· Welche Daten entstehen in ihren Produkten oder Dienstleistungen?

· Welche davon sind personenbezogen?

· Wie können Daten sicher bereitgestellt werden?

· Sind bestehende Prozesse und Verträge ausreichend?

 

Fazit

Der Data Act schafft neue Möglichkeiten für Innovation, Wettbewerb und digitale Geschäftsmodelle. Gleichzeitig bleibt der Schutz personenbezogener Daten unverändert wichtig. Für Unternehmen bedeutet das: Mehr Datennutzung ja, aber nur mit einem klaren Verständnis der datenschutzrechtlichen Anforderungen. Wer beide Regelwerke zusammen betrachtet, schafft die Grundlage für eine rechtskonforme und zukunftsfähige Datenstrategie.

 

Haben Sie noch Fragen zu DSGVO, Data Act oder Ihrer Datenstrategie? Das Teconia-Team unterstützt Sie gerne mit praxisnaher Beratung und verständlichen Antworten.

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